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Teams erfolgreich entwickeln

Freitag, 13 Februar 2026

Wie behältst du den Schwung eines Teamworkshops aufrecht?

Die Energie nach einem intensiven Teamworkshop ist spürbar: neue Ideen, klare Vereinbarungen, frischer Teamgeist. Doch wie oft verpufft diese Dynamik nach wenigen Wochen wieder im Alltag? Der Kalender füllt sich, Routinen übernehmen die Kontrolle – und die guten Vorsätze bleiben auf der Strecke. Für mich als Teambegleiter ist nachhaltiges Wirken meiner Arbeit sehr wichtig. Hierzu ein paar Erfahrungswerte als Anregung für alle Teamleiter und Teamcoaches, die nachhaltiger arbeiten möchten.

Erfolg ist eine Gewohnheit.

Oder, zugespitzt gesagt: Training ohne Follow-up ist Unterhaltung. Teamentwicklung ohne Verantwortlichkeit ist Tagträumen.

Studien zeigen, dass einmalige Interventionen wenig nachhaltige Wirkung haben. Laut dem HBR-Artikel „Why Leadership Training Fails“ (Oktober 2016) bleiben bis zu 75% der in Workshops erlernten Inhalte ohne systematische Verankerung ungenutzt. Die Autoren gehen so weit die Hypothese aufzustellen, dass fehlende Verankerungs-Strukturen die Menschen zum Scheitern mit dem im Workshop Beabsichtigten bringen ("it will set people up to fail").

Was für Gruppen-Trainings gilt, gilt auch für Teams: nachhaltige Teamentwicklung braucht mehr als einen tollen Workshop – sie braucht Nachhaltigkeits-Strukturen, die den Transfer sichern. Ich nenne als Teambegleiter kurze Nachfolgeworkshops deshalb schon lange "Verstärkersessions".

Lencioni-Pyramide als Orientierungshilfe

Ein hilfreiches Modell liefert die Pyramide von Patrick Lencioni mit den Entwicklungsschritten Vertrauen, Konfliktfähigkeit, Commitment, Verantwortung und Resultate. Doch selbst diese Stufen greifen erst, wenn Klarheit über das gemeinsame Ziel herrscht. Diese Basis der Pyramide hat Lencioni aus meiner Sicht schlicht vergessen: Teams haben gegenüber Gruppen ein gemeinsames Ziel. Verantwortung entsteht dann, wenn die Mitglieder sich auf eine Vision verpflichten und bereit sind, füreinander einzustehen.

In meiner Erfahrung ist es für Teamleitungen äusserst anspruchsvoll, den Transfer nach Workshops alleine zu sichern. Sie sind Teil des Systems, tragen operative Verantwortung – und geraten dadurch schnell in Rollenkonflikte. Hier hilft ein strukturierter, regelmässiger Reflexionsprozess von aussen.

Verstärkersessions schaffen psychologische Sicherheit

Das Festlegen teaminterner Verantwortlichkeiten führt Teams bewusst in die Lernzone: raus aus Komfort und Routine, hinein in Weiterentwicklung. Voraussetzung dafür ist ein hohes Mass an psychologischer Sicherheit. Amy Edmondson konnte zeigen, dass Teams mit psychologischer Sicherheit mehr Fehler melden – und gerade deshalb mehr lernen und innovativer sind.

Ein wirksames Instrument sind regelmässige Verstärkersessions: kurze Boxenstopps, mindestens quartalsweise, in denen Teams gemeinsam innehalten. Fragen wie „Was haben wir seit dem Workshop umgesetzt?“, „Wo stehen wir auf dem Weg zu unserem Ziel?“ oder „Was sind die nächsten sinnvollen Schritte?“ machen Fortschritte sichtbar und verhindern, dass Energie verpufft. Solche kurzen Sessions bieten auch den geschützten Reflexionsraum für Dinge, die noch nicht optimal laufen. So wird Teamentwicklung von einem einmaligen Erlebnis zu einem nachhaltigen Prozess, den ein Team nach und nach auch ohne Begleitung weiterführen kann.

Suchst du neue Wege, dein Team zu entwickeln – über das gemeinsame Canyoning-Erlebnis hinaus und nicht nur kognitiv? Kontaktiere mich für erlebnisorientierte Formate, die sich bewährt haben. Gemeinsam gestalten wir einen Workshop und Pit Stops, die Schwung nicht nur erzeugen, sondern dauerhaft sichern und die vor allem bessere Resultate versprechen.

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