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Einstellung bei widrigen Umständen

Samstag, 08 Dezember 2012

"Nein, ein Tankwagen vor mir auf der steilen, leicht schneebedeckten Strasse!" Eben noch fuhr ich energiegeladen nach Hause, um diesen Beitrag zu verfassen. Die sich vor mir präsentierende Fahrzeugkolonne droht meine Motivation wortwörtlich zu bremsen. Gemächlich fahren die Fahrzeuge den Berg hinauf, ganz vorne sehe ich ein Schneeräumungs-Fahrzeug mit orangen Warnlichtern auf dem Dach. Keine Chance schneller nach Hause zu kommen.

In der Langsamkeit wendet sich mein Fokus meiner Reaktion zu: Wie gehe ich damit um, wenn die Umstände nicht ideal sind? Bekanntlich haben wir die Wahl, ob wir auf einen widrigen Umstand geärgert oder konstruktiv reagieren. Wie richten wir den Fokus im Moment also auf das Machbare, auf die Chancen der eigentlich unerwünschten Situation?

Noch immer im Schneckentempo fahrend halte ich diesen Gedanken fest: Ruhig und überlegt sind Dinge rascher und wohl auch besser erledigt als unter zu hohem Druck. Dies gilt für den Umgang mit uns selber und wohl noch mehr für alle Führungssituationen, in denen wir zusätzlich Rollenmodell sind.

Hier sind einige Wege, um Ihre Einstellung zu beeinflussen. Jeder Weg kann Ihre Wahrnehmung der Umstände verändern und Ihnen helfen, im Hier und Jetzt konstruktiver zu reagieren:

  • "Schwierige" Mitarbeitende: Auch als Vorgessetzter haben Sie nur beschränkten Einfluss auf das Verhalten Ihres Mitarbeitenden. Sehr wohl aber können Sie Ihren Umgang mit dem/der schwierigen MitarbeiterIn ändern. Drücken Sie beispielsweise aus, wie es Ihnen ergeht, und beschreiben Sie was Ihnen wichtig ist. Erst auf dieser Basis drücken Sie Ihre Bitte oder Ihren Wunsch aus, was sich in der Zusammenarbeit ändern sollte. Die Reaktion Ihres Mitarbeitenden wird anders sein, als wenn Sie einfach eine Verhaltensveränderung "erzwingen" möchten.
  • Im Umgang mit E-Mail: Die Anzahl E-Mails können Sie nur beschränkt beeinflussen, sehr wohl aber Ihren Umgang mit dem Anspruch, immer alles direkt zu beantworten. Inbox Zero ist hier ein sehr hilfreiches Konzept, das viele meiner Coachingkunden erfolgreich anwenden. Bearbeiten Sie E-Mails maximal dreimal täglich während 10-15 Minuten nach diesem Prinzip. Sie werden staunen, wie befreiend das Gefühl ist, eine wirklich leere Inbox zu haben.
  • Fordernde Chefs: Kein Vorgesetzter hat ein Interesse daran, die Zitrone auszudrücken. Den Druck auf seinen Schultern können Sie aber auch nicht beeinflussen - dafür ist er auch bezahlt. Also melden Sie Ihren Zustand objektiv und umemotional, wenn zu viel von Ihnen gefordert wird. Am besten mit einem Vorschlag, wie Ihr gemeinsames Ziel besser erreicht werden könnte. Wer ausser Ihnen kann einen solchen Vorschlag besser machen?
  • Zu viel Zeit in Meetings: Wenn Ihre Termine Sie erdrücken, drücken Sie auf die Termine. Lesen Sie beispielsweise das herausragende Buch "Meeting for Success" meines Zürcher Berufskollegen Eugen Schmid, um Sitzungen zu verbessern. Professionell vorbereitete Sitzungen sind deutlich kürzer und auch erleichtern auch alle Teilnehmenden von der Sitzungslast.

Was ist Ihr erster Schritt, in der neuen Woche, was packen Sie an?

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