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iPhone 4 und unser Gehirn

Mittwoch, 11 August 2010

"Was kann ich mit dem neuen iPhone 4 besser erledigen als mit meinem zweijährigen Modell?" Meine Suche gestern nach Antworten auf diese Frage war ernüchternd, denn die Lancierung des iPhone 4 richtet den Blick nur auf technische Aspekte. Klar ist die Qualität der Fotos besser und vieles mehr. Aber was kann ich besser erledigen?

 

Wer das Gerät technisch kritisiert, blendet die usability des Geräts aus. Ich möchte behaupten, dass die technische Diskussionskultur die eigentlich wichtigen Aspekte der immer leistungsfähigeren Geräte ausblendet. Da schreien einige Informatik-Geeks "Antennenprobleme", und Fokuspokus, schon reden alle nur von Empfangsqualität, Pixel, Prozessoren und Verarbeitungsqualität.

 

Was ist das eigentlich Wichtige an smartphones? Sie sollen uns befähigen, smarter zu arbeiten. Stellt eine Firma seinen Mitarbeitenden ein iPhone zur Verfügung, erwartet man davon einen Nutzen: Raschere Kommunikation, mehr Zeit fürs Wesentliche, einfachere Terminkoordination etc. Die unzähligen Berichte über neue Geräte thematisieren viel zu wenig unseren Umgang mit den Geräten und wie unser eigener Rechner, das Gehirn, damit zurecht kommt. Leider lenken die vielen technischen Möglichkeiten oft mehr vom Wesentlichen ab, als dass sie uns dabei untertstützen würden, fokussierter zu arbeiten.

 

In meinem Artikel "Selbstmanagement im Zeitalter elektronischer Ablenkungen" habe ich bereits 2006 auf die Notwendigkeit hingewiesen, eine "Bedienungsanleitung für das menschliche Gehirn" zu entwickeln. Lesen kann man dazu herzlich wenig. Drei Fähigkeiten sind aus meiner Sicht zentral, wenn man ein Smartphone effizient nutzen möchte:

  1. Selbstkenntnis: Die eigenen Präferenzen kennen, beispielsweise wie man bevorzugt Informationen sucht oder was die eigene Aufmerksamkeit weckt.
  2. Selbstführung: Eigene schriftlich formulierte Zielsetzungen und die Gewohnheit verinnerlicht haben, sie regelmässig in die Priorisierung von Aufgaben einzubeziehen. Damit gehen die eigenen Ziel bei allen auch durch Smartphones intensivierten Störungen nicht vergessen.
  3. Selbstbestimmungskompetenz: Nein sagen können zu Anforderungen des Umfeldes, beispielsweise der Erwartung des Vorgesetzten, immer und überall erreichbar zu sein.
Dass uns die vielen Apps dabei nur bedingt unterstützen, ist jedem klar, der sich mit den drei oben gelisteten Fähigkeiten bewusst auseinandergesetzt hat.

 

Wie sorgen Sie selber dafür, mit (oder trotz) Smartphone fokussiert zu sein?

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